Anwendungsbereiche Leistungszentrum Digitale Vernetzung
Anwendungsbereiche Leistungszentrum Digitale Vernetzung Fraunhofer FOKUS

Das Leistungszentrum Digitale Vernetzung

Das Ziel des Leistungszentrums ist es, Berlin als Standort mit der scharf abgegrenzten und strategisch wichtigen Kernkompetenz der digitalen Vernetzung in Deutschland und international als führenden Standort zu etablieren. Berlin soll als der Top-Standort genannt werden, wenn innerhalb und außerhalb Deutschlands die größte Expertise im Bereich „Digitale Vernetzung“ gesucht wird. Neben dem Standortvorteil der Nähe zur Bundesregierung, muss die in Berlin klar verankerte IKT-Kompetenz auch außen sichtbar etabliert werden, um langfristig Berlins Wettbewerbsfähigkeit, wirtschaftliche Wertschöpfung und soziale Entwicklung zu sichern.

Das Leistungszentrum wird von den Berliner Fraunhofer-Instituten FOKUS, HHI, IPK und IZM getragen. Diese sind mit ihrer weltweit sichtbaren Forschungskapazität in den Informations- und Kommunikationstechnologien sowie der Anwendungsforschung in den von der Digitalisierung betroffenen Bereichen hervorragend aufgestellt. Das Leistungszentrum gründet sich auf sehr umfangreiche Vorarbeiten: in den letzten 5 Jahren wurden Forschungsprojekte zu diesem Thema mit einem Volumen von etwa 280 Millionen EUR durchgeführt. Weiterhin besteht eine umfangreiche Zusammenarbeit zu den Berliner Universitäten und zur Universität Potsdam mit dem Hasso-Plattner-Institut.
Die Themen und Anwendungsfelder des Leistungszentrums adressieren „Vernetzte Industrie &

Produktion“, „Vernetzte Mobilität & Zukunftsstadt“, „Vernetzte Gesundheit & Medizin“ und „Vernetzte kritische Infrastrukturen & Energie".

Die dabei aufzuarbeitenden Fragestellungen in Forschung und Anwendung umfassen beispielsweise:

  1. Netz von Netzen: Wie müssen Systeme, Netze und Schnittstellen aussehen, die eine sinnvolle Analyse von Daten aus unterschiedlichsten Quellen unterschiedlichster Bereiche erlauben?
  2. Qualität und Sicherheit: Wie kann man auch bei Milliarden vernetzter Datenquellen die Qualität der Verbindungen, der übertragenen Daten und Informationen und die Authentizität der Teilnehmer innerhalb der benötigten Reaktionszeit, teilweise bis hinunter in den Millisekunden-Bereich, für mobile als auch drahtgebundene Netze sicherstellen?
  3. Souveränität: Wie kann ein Netz der Zukunft garantieren, dass von Menschen oder Maschinen bereitgestellte Daten nur für die vom Bereitsteller autorisierten Zwecke verwendet werden (Identifizierung)?
  4. Verarbeitung der Daten: Sind Cloud-Strukturen (wenige, große Datenzentren) in Zukunft noch sinnvoll? Wird ein Übergang zur dezentralen, sensor-/datenquellennahen Datenverarbeitung erforderlich?
  5. Modellierung: Wie können komplexe Daten und Welten effektiv und mit genügend Genauigkeit modelliert, simuliert und analysiert werden?
  6. Erfassung der Daten: Wie kann die immense Menge an generierten Daten bereits nahe an den Quellen auf wesentliche Informationen reduziert werden? Wie sehen die dafür benötigten Hardware-Lösungen, Methoden zur Komprimierung und Vorverarbeitung aus? Wie zuverlässig und langzeitstabil arbeitet die Hardware?
Mit seiner exzellenten Forschungslandschaft (den Universitäten, den Forschungsinstituten, der Charité), seiner vibrierenden High-Tech Gründerszene und der vielfältigen Präsenz international führender Unternehmen (SAP, Siemens, Bosch, Google, CISCO, etc.) kann Berlin seine Vorreiterrolle mit einer konzertierten wissenschaftlich-technischen Initiative für vernetzte Digitalisierung ausbauen. Da es auch ein erklärtes Ziel des Leistungszentrums ist, die Ansiedlung der Industrie zu befördern, werden auch Partner außerhalb der Region in das Leistungszentrum eingebunden.


Das Leistungszentrum Digitale Vernetzung wird vom Regierenden Bürgermeister von Berlin, Senatskanzlei – Wissenschaft und Forschung, und aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.